CRI / Farbwiedergabe: Warum manches Licht Farben falsch zeigt

    Sie haben die neue Wandfarbe im Geschäft sorgfältig ausgewählt — unter dem Musterlicht sah sie perfekt aus. Zuhause wirkt sie plötzlich stumpf, irgendwie gräulich, irgendwie anders. Oder: Das Steak auf dem Teller sieht unter der Küchenlampe unappetitlich aus, dabei ist es frisch. Oder: Im Bad wirken Sie im Spiegel müder, als Sie sich fühlen. In all diesen Situationen ist meistens nicht die Farbe schuld, nicht das Fleisch und nicht Ihr Aussehen — sondern die Farbwiedergabe Ihrer Beleuchtung. Es ist ein Qualitätsmerkmal, das kaum jemand kennt, das aber über Wohlfühlen oder Nicht-Wohlfühlen in einem Raum entscheiden kann. Was der CRI misst CRI steht für Color Rendering Index, auf Deutsch Farbwiedergabe-Index, manchmal auch als Ra abgekürzt. Die Skala geht von 0 bis 100. Den Wert 100 bekommt natürliches Tageslicht — weil es alle Farben so zeigt, wie sie wirklich sind. Je niedriger der CRI einer Lichtquelle, desto mehr verfälscht sie Farben. Besonders betroffen sind Rottöne und Hauttöne: Unter Licht mit schlechtem CRI wirken rotes Fleisch gräulich, Tomaten leblos, Hauttöne fahl. Das erklärt auch, warum manche Räume trotz ausreichend Licht und der scheinbar „richtigen" Lichtfarbe irgendwie kalt wirken — man fühlt sich unwohl, ohne den Finger drauflegen zu können. Das Licht hat genug Lumen, hat vielleicht sogar die richtige Kelvin-Zahl, aber es zeigt Farben nicht so, wie das Auge sie erwartet. Welcher Wert ist ausreichend — und wo? CRI unter 80 ist für Wohnräume zu schlecht. Man merkt es deutlich: Farben wirken flau, Räume kalt. Für Keller oder Lager mag das egal sein — für die Wohnung nicht. CRI 80 bis 89 gilt als solider Standard und ist bei den meisten Leuchtmitteln im Handel die Untergrenze. Für normale Räume geht das durch, ist aber nicht die beste Wahl, wenn Farben wirklich zählen. CRI 90 und darüber ist die Empfehlung überall dort, wo Farben eine Rolle spielen — also in der Küche, im Bad, in der Ankleide, im Wohnzimmer. Ab CRI 90 sieht man den Unterschied mit bloßem Auge, wenn man vergleicht. CRI 95 und höher ist Premiumbereich — wichtig für Fotografie, Kosmetik, hochwertige Verkaufsräume oder überall dort, wo absolute Farbtreue zählt. Wo der Unterschied am stärksten spürbar ist In der Küche sorgt gutes Licht dafür, dass Lebensmittel frisch und appetitlich aussehen — schlechtes Licht tut das Gegenteil, ohne dass man sofort weiß warum. Im Badezimmer vor dem Spiegel ist gute Farbwiedergabe entscheidend: Schminken oder Rasieren unter verfälschtem Licht kann zu Überraschungen im Tageslicht draußen führen. In der Ankleide will man die echten Farben sehen — nicht herausfinden, dass das Hemd, das zuhause dunkelblau wirkte, draußen eher schwarz ist. Und im Wohnzimmer sollen Wandfarben, Möbel und Bilder so aussehen, wie sie gemeint sind. Der Spar-Fehler, der sich rächt Sehr günstige LED-Produkte sparen oft genau hier: am CRI. Die Lampe ist hell, hat die richtige Lichtfarbe — aber die Farbwiedergabe ist schlecht, und der Raum fühlt sich trotzdem irgendwie kalt und ungemütlich an. Das Blöde daran: Man merkt es erst, wenn man eine gute Leuchte danebenstellt. Wer noch nie CRI 90 neben CRI 75 gesehen hat, ahnt nicht, was er verpasst. Der Check ist einfach: Auf der Verpackung oder im Datenblatt nach „CRI > 90", „Ra 90+" oder ähnlichem suchen. Steht da nur eine runde Zahl ohne Angabe — oder gar nichts — ist Skepsis angebracht. Sie wollen sichergehen, dass Farben in Ihrer Küche, Ihrem Bad oder Wohnzimmer echt aussehen? Wir führen LED-Produkte mit hoher Farbwiedergabe und sagen Ihnen, worauf es bei Ihrem Projekt ankommt. Zum Shop oder kurz anfragen.